Frühförderung macht Schule
Auf dem Weg zur inklusiven Übergangsgestaltung
am 27.02.2026 in Bochum, 9:30 Uhr – 17 Uhr
GesundheitsCampus
der Hochschule Bochum
Gesundheitscampus 6-8
44801 Bochum
Anmeldeschluss: 30.01.2026
Informationen zur Fachtagung
Wir stehen am Anfang eines Weges der konsequenten Öffnung hin zu einem partizipativen Entwicklungsprozess, der Praxis und Familien, Wissenschaft und Leistungsträger gleichberechtigt einbindet, damit wir inklusive Möglichkeitsräume gemeinsam gestalten können – nachhaltig, wirksam und zukunftsfähig.
Die zunehmende Vielfalt der herausfordernden Lebenslagen von Kindern und deren Familien in einer sich immer schneller verändernden Lebenswelt, erfordert gerade diese dynamischen und vernetzten Möglichkeitsräume für Entwicklung. Dies in Kooperation mit Eltern und ihren Kindern, Kitas, Grundschulen und anderen relevanten Institutionen als „sichere Orte“ dynamisch zu gestalten, ist unsere herausfordernde Aufgabe.
Der Fachtag soll ein „gemeinsamer Arbeitstag“ sein, der die Möglichkeit bietet, das Wissen und die Kreativität aller Beteiligten einzubringen, zu bündeln und zu vernetzen, damit wir eine Grundlage schaffen, an der wir über den Fachtag hinaus diesen partizipativen Entwicklungsprozess weiter voranbringen können und Kinder genau das, was sie sie zu einer bestmöglichen Entwicklung benötigen, auch genauso vorfinden.
Anmeldeformular
Sollten Sie innerhalb von 3 Tagen keine Rückmeldung erhalten, senden Sie bitte eine Email
an viff-geschaeftsstelle@fruehbehandlung.de
Zeitplan:
09 – 9:30 Uhr
Anmeldung
Stehkaffee
09:30 bis 09:45 Uhr
Grußwort der Vorsitzenden
Thematische Einführung
Melanie Ostgathe/Sarah Hollweg
Vertretung Bundes-VIFF
Partizipation/Teilhabe
10:15 – 10:45 Uhr
Frühgeborene im Übergang in die Schule
Chancen und Herausforderungen für eine inklusive Frühförderung // Nina Gawehn
10:45 – 11 Uhr
kurzer Austausch – Zeit für Rückfragen
11 – 11:30 Uhr
„MuTig und InBiA“ – Teilhabeorientierte Frühförderung
beim Übergang in die Schule
11:30 – 11:40 Uhr
kurzer Austausch – Zeit für Rückfragen
11:40 – 12 Uhr
„Arbeits“-Pause / Informeller Fachaustausch
12 – 13 Uhr
Mittagspause – Mittagessen in der Mensa
13 – 13:45 Uhr
Podiumsgespräch unterschiedliche Akteur*innen
im Austausch – Frühförderung * KiTa * Schule * Eltern * Leistungsträger * Wissenschaft zu Herausforderungen und möglichen Lösungen beim Übergang in die Schule
13:45 – 15:30 Uhr
Workshops >
Bausteine einer inklusiven Konzeptentwicklung
15:30 – 15:50 Uhr
Kaffeepause
15:50 – 16:40 Uhr
Auswertung > FAZIT
16:40 – 17 Uhr
Abschluss und Ausblick
Moderation:
Teilnahmegebühr (inkl. Verpflegung)
VIFF-Mitglieder (Einrichtungen als Mitglieder max. 3 Personen) € 25,00
Ohne Mitgliedschaft € 35,00
Tageskasse € 40,00
Anmeldeschluss: 31.01.2026
Vortragende:
Prof. Dr. Britta Dawal, Prof. für Diversität und Frühförderung an der FH Südwestfalen
Partizipation/Teilhabe als Ziel und Prinzip der inklusiven Übergansgestaltung
In einem dialogischen Impuls-Vortrag mit Eltern werden Perspektiven auf „Partizipation/Teilhabe als Ziel und Prinzip der inklusiven Übergangsgestaltung“ beleuchtet. Hierbei werden die Lebenswirklichkeit und Erfahrungen der Familien im Transitionsprozess theoriebasiert thematisiert und gemeinsam betrachtet.
Prof. Dr. Nina Gawehn, Prof. für Psychologie an der Hochschule Bochum
Frühgeborene im Übergang in die Schule –
Chancen und Herausforderungen für eine inklusive Frühförderung
Der Übergang von der frühen Förderung in das Schulsystem stellt für Kinder, die als Frühgeborene zur Welt kamen, eine besonders sensible Entwicklungsphase dar. Frühgeborene zeigen im Vergleich zu reifgeborenen Kindern häufiger Auffälligkeiten in den Bereichen Kognition, Aufmerksamkeit, Motorik und sozial-emotionale Entwicklung. Diese können sich auf schulische Teilhabe und Lernentwicklung auswirken. Gleichzeitig bieten frühzeitige und gezielte Fördermaßnahmen die Chance, Entwicklungsrisiken abzufedern und die Sicherung der Teilhabe wahrscheinlicher zu machen.
In dem Vortrag werden aktuelle Forschungsergebnisse zu Entwicklungsverläufen von Frühgeborenen im Vorschul- und frühen Schulalter dargestellt. Im Anschluss wird diskutiert, wie der Übergang von der inklusiven Frühförderung in das reguläre Schulsystem sinnvoll gestaltet werden könnte.
Ziel des Vortrags ist es, auch anhand praxisnaher Beispiele, die Bedeutung einer inklusiven Perspektive in der Frühförderung und in der Übergangsgestaltung zu unterstreichen und aufzuzeigen, wie Fachkräfte durch eine entwicklungsorientierte Vorgehensweise den Bildungserfolg und die soziale Teilhabe von Frühgeborenen nachhaltig fördern können.
Christa Grüber-Stankowski, Projektleitung MuTig+ – Inklusive Frühförderung
Teilhabe orientierte Frühförderung – Gelingensfaktoren und Spannungsfelder
Mit MuTig/ MuTig+ und InBiA wurden Angebotsformate entwickelt und erprobt, die den Blick der Frühförderung konsequent erweitert: Nicht das Kind allein steht im Zentrum, sondern die Wechselwirkungen zwischen Kind, Familie und Umfeld.
Weitere Erkenntnisse dazu werden dargestellt, wie Kind- und Umfeldfaktoren systematisch in Diagnostik und Förderung einbezogen und mit Eltern und Fachkräften aus dem Umfeld gemeinsam konkrete Handlungsschritte beim Übergang von der Kita in die Schule entwickelt werden können, damit Teilhabe möglich wird.
Welche fachlichen, institutionellen und strukturellen Voraussetzungen notwendig sind, um diesen Paradigmenwechsel in Frühförderung und erweitertem Umfeld nachhaltig zu verankern, soll dabei Schwerpunktthema sein, insbesondere unter dem Aspekt der Notwendigkeit einer Mitwirkung von Eltern und Fachkräften im alltäglichen Handeln, wie auch im Hinblick auf Entscheidungen, die von Leistungsträgern und Politik getroffen werden.