Landesvereinigung Baden-Württemberg

Thementag der VIFF Baden-Württemberg

am 6. März 2024 in Heidelberg

Pädagogische Hochschule Heidelberg, Keplerstraße 87, 69120 Heidelberg

Ihr Titel

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9 Uhr: Ankommen
10 Uhr: Start

Beginn, Begrüßung: Dr. PD Rieke Oelker-Ax, Vorsitzende VIFF Baden-Württemberg e.V.
Grußwort 30 Jahre Rahmenvereinbarung

10:30 Uhr: 1. Hauptvortrag von Prof. Dr. Tobias Bernasconi

Frühe Förderung von kommunikativer Kompetenz durch Unterstützte Kommunikation. Impulse für die systematische und alltagsorientierte Unterstützung

Bei der Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Bedarf an Unterstützter Kommunikation kommt der frühen Diagnostik und der Interventionsplanung eine besondere Bedeutung zu. Dabei geht es nicht lediglich darum, Fördermaßnahmen aus diagnostischen Erkenntnissen abzuleiten, sondern vielmehr den einzelnen Menschen mit seiner individuellen kommunikativen Kompetenz und den spezifischen Bedarfen wahrzunehmen, um alltagsorientierte Begleitung zu ermöglichen.

Mit dem Ziel der gelingenden Alltagskommunikation fokussiert der Vortrag auf Fragen nach diagnostischen Zugängen und Möglichkeiten der Interventionsplanung. Dabei werden auf Grundlage international anerkannter Modelle wie der ICF (vgl. WHO 2001) oder dem Modell der kommunikativen Kompetenz (vgl. Light 1989) Möglichkeiten der systematischen Interventionsplanung aufgezeigt. Abschließend werden praktische Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert.

Literatur:

  • Light, J. (1989). Toward a definition of communicative competence for individuals using augmentative and alternative communication systems. Augmentative and Alternative Communication 5, 137-144.
  • WHO (2001): International Classification of Functioning, Disability and Health. ICF. World Health Organization. https://apps.who.int/iris/handle/10665/42407
11:45 Uhr: 2. Hauptvortrag von Prof.in Dr. Ulrike Graf

„Ordinary Magic“. Über Resilienz und den pädagogischen Alltag

»Ordinary Magic«, Alltagszauber, so nennt die Resilienzforscherin Ann Masten eines ihrer Werke über Resilienz. Denn um Belastungen verschiedener Art bearbeiten zu lernen, sind nicht immer außergewöhnliche Aktivitäten notwendig, so sehr sie bei Bedarf hilfreich sind. Es zeigt sich: Auf die pädagogische Umgebung im gelebten Alltag kommt es an. Inwiefern ist sie geeignet, das Kind in seinen Fähigkeiten zu stärken, mit sich selbst, anderen und der Welt im Hinblick auf seine individuellen und sozialen Bedürfnisse sowie Interessen umgehen zu können? Dass Vernetzungen dabei eine Rolle spielen, verweist darauf, dass Resilienz keine lediglich private Angelegenheit ist.

Vortrag und Diskussion gehen der Frage nach: Was brauchen Kitakinder und Erwachsene, um Kräfte auszubilden, die ihnen wahrscheinlich helfen, Probleme erfolgreich zu bewältigen?

12:45 -13: 45 Uhr: Mittagspause

Verpflegung durch die Graf von Galen-Schule

13:45-15:15 Uhr: Workshops

Mit dem UK-Koffer unterwegs – Kommunikation anbahnen und unterstützen in der Frühförderung

Andrea Karus
Sonderpädagogin, Sonderpädagogisches Beratungszentrum SPBZ Ladenburg

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Der Workshop ermöglicht einen Blick in den „UK-Koffer“ der Sonderpädagogischen Beratungsstelle an der Martinsschule in Ladenburg. Diese setzt seit mehr als 35 Jahren einen Schwerpunkt im Bereich Unterstützte Kommunikation. Sie befindet sich an einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung.

An Praxisbeispielen werden erste Schritte im Bereich spielerischer Kommunikationsförderung verdeutlicht und Methoden und Materialien der UK zur Unterstützung der Arbeit in der Frühberatung und -förderung aufgezeigt.

Kleine Kinder – großer Bildschirm – Was wir schon früh tun können und müssen

Dr. Ulrike Gaiser
Kinder- und Jugendärztin
Kinderzentrum Maulbronn, Klinik für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie

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Bildschirmfrei unter drei Jahren ist absolut anzustreben und zu unterstützen. Was aber, wenn die Realität völlig anders aussieht? Welche Entwicklungsaufgaben der frühen Kindheit verändern sich wie, wenn kleine Kinder übermäßig mit Medien konfrontiert sind – und vor allem: Was können wir tun? Was sind Kompetenzen, die schon früh erworben werden können und müssen, wie gehen Familien mit Begrenzungen und Regeln um und wie können wir konkret unterstützen?

Ulrike Gaiser berichtet aus Leitlinienarbeit, Schulungserfahrung und praktischer Arbeit auf der Eltern-Kind-Station des Kinderzentrums Maulbronn.

 

Kinder mit selektivem Mutismus erkennen und begleiten

Kristina Singer
Dipl. Sprechwissenschaftlerin (klin.), PH Ludwigsburg

Dr. Ramona Thümmler,
Erziehungswissenschaftlerin u. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Universität Duisburg-Essen

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Das Störungsbild des selektiven Mutismus ist aufgrund seines seltenen Vorkommens und einer großen Überlappung zu sozialer Ängstlichkeit und einem zurückhaltenden Temperament eher unbekannt. Das führt dazu, dass betroffene Kinder lange unentdeckt bleiben, die pädagogische Begleitung zu unspezifisch ist und eine therapeutische Begleitung häufig gar nicht initiiert wird.

Im Workshop werden Merkmale des Störungsbildes aufgezeigt, das Dortmunder Mutismus Screening Kita vorgestellt und Ansätze zur pädagogischen Begleitung formuliert.

 

Essen und Trinken bei Kindern im Autismus-Spektrum

Anke Denzer
Logopädin
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Nach einer kurzen Einleitung zum Thema Autismus und dem „Konzept Komm!ASS nach Ulrike Funke“ beschäftigt sich der Workshop mit der Fragestellung: „Wie wirkt sich die andere Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung auf das Ess- und Trinkverhalten der Betroffenen aus?“

Wir gehen auf die Themen „Wahrnehmung und Nahrungsaufnahme“ anhand folgender Fragestellung und persönlicher Selbsterfahrung: Welche Wahrnehmungsbereiche spielen bei der Nahrungsaufnahme eine Rolle? ein. Dabei klären wir die Begriffe Hypersensibilität, Hyposensibilität, impulssuchend, impulsvermeidend, Monowahrnehmung, Polywahrnehmung.

Wir erörtern differenziert die verschiedenen Wahrnehmungsbereiche und deren Bedeutung für die Nahrungsaufnahme. Und gehen der Frage nach, wie hier Störungen entstehen können?

Wir betrachten gezielte Impulssetzungen, die zur Verbesserung der Wahrnehmung beitragen. Was können vor allem Begleitende tun? Die TeilnehmerInnen werden ebenfalls verschiedene Dinge, die der Stimulation dienen, ausprobieren können.

Der Inhalt des Workshops soll mit Bildern und Videoaufnahmen unterstützt werden. Am Ende des Workshops bekommen die TeilnehmerInnen ein Handout ausgefertigt.

Ich spüre mich – Ich spüre dich: Präsenz und Körperwahrnehmung als Anker und Basis für eine spielerische Entwicklung

Birgit Ruhe-Püll
Körpertherapeutin (HP) und Ergotherapeutin, Heidelberg

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Der Workshop soll einen (praktischen) Einblick in die Verarbeitung der Basissinne geben und wie diese unser Lernen beeinflussen.

Wie können wir diese Sinne erkennen, in uns und dem Kind stärken und damit den Boden für spielerisches Lernen bereiten?

Wie spüre ich mich selber aber auch mein Gegenüber mehr, und welchen Einfluss hat diese Präsenz auf den Kontakt, das Lernen und unsere Entwicklung?

„Resilienz – Das Geheimnis innerer Stärke und Selbstfürsorge für Fachkräfte“

Andrea Rosa Simma M.A.
Gesundheitsberaterin, Kulturwissenschaftlerin, Tübingen

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Was können wir tun zur Stärkung der Selbstfürsorge um in unserer Kraft zu bleiben. Ein Blick auf die persönlichen Kraftquellen fördert die psychische Widerstandskraft. Die Sieben Säulen der Resilienz kombiniert mit neuesten Erkenntnissen aus den Neurowissenschaften geben Anregungen für mehr Gelassenheit und innere Freiräume.

Andrea Rosa Simma vermittelt alltagstaugliche Strategien, die nachhaltig zu einem gesundheitsförderlichen Umgang in belastenden Situationen und zur Steigerung der Resilienz beitragen.

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15:30 Uhr: Abschluss
16 Uhr: Ende der Verastaltung

Kosten

VIFF-Mitglieder

45 €

bei Mitgliedschaft der Institution (=juristische Mitgliedschaft in der VIFF) anwendbar für max. 3 Personen

Teilnehmer:innen

90 €

Studierende

30 €

Anmeldeschluss: 26.02 2024

Digitale Mitgliederversammlung

21.3.2024, 19 – 20:30 Uhr

Thema: Neue Materialien in der Frühförderung und Wahl des neuen Vorstandes.
Ausrichtung durch den Vorstand der VIFF-Baden-Württemberg